Weißt du was Komisches? Rechnet man ehrlich nach, ist eine ganz normale Autofahrt riskanter als ein Flug über die gleiche Strecke – obwohl viele Menschen mehr Angst vorm Fliegen haben. Lass uns rausfinden, warum das so ist.
Verändere die Klassengrößen und schau, was mit dem Anteil kranker Kinder passiert – nicht nur mit der Anzahl.
Mit den Ausgangswerten hat Klasse A zwar mehr kranke Kinder (5 statt 2) – aber Klasse B hat den größeren Anteil (25% statt 17%), weil sie viel kleiner ist. Die reine Anzahl allein sagt also nicht immer die Wahrheit.
Aber Vorsicht: Diese Zahlen allein sind kein fairer Vergleich. Es gibt viel mehr Autofahrten als Flüge, und Autofahrten sind meist viel kürzer. Genauso wie bei den Schulklassen brauchen wir eine Bezugsgröße – nicht die Anzahl an sich.
Bei Flügen gibt es außerdem noch etwas anderes: Weil es so wenige Unfälle gibt, schwankt die Zahl von Jahr zu Jahr stark – manchmal 0, manchmal ein einzelner schwerer Unfall mit vielen Todesfällen auf einmal. Bei so seltenen Ereignissen sagt ein einzelnes Jahr wenig aus. Wir brauchen eine bessere Vergleichszahl.
Verschiedene Studien kommen auf leicht unterschiedliche genaue Werte, aber alle zeigen dasselbe Bild:
Ein Beispiel zum Greifen: Ein Flug in den Sommerurlaub ans Meer, zum Beispiel nach Mallorca und wieder zurück (ca. 2.600 km), hat rechnerisch ein ähnliches Risiko wie eine einzige, ungefähr 45 km lange Autofahrt – so weit, wie du vielleicht schon mal mit dem Auto zu Oma und Opa oder in die nächste größere Stadt gefahren bist.
Ungefähre Werte, gerundet und je nach Studie leicht unterschiedlich. Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), DEKRA Unfallforschung, Allianz pro Schiene.
Verschieb den Regler: Wie lang ist die Strecke?
Egal wie lang die Strecke ist – beide Zahlen bleiben riesig groß. Das heißt: So gut wie immer kommt man einfach an. Auto und Flugzeug sind beide extrem sicher. Der Unterschied von vorhin sagt nur, welches im Vergleich noch ein kleines bisschen sicherer ist – er ist kein Grund, sich vor irgendeinem der beiden zu fürchten.
Trotzdem bleibt wichtig, was du sowieso schon weißt: Gurt anlegen, im Auto richtig sitzen, bei Grün erst nach dem Schauen über die Straße gehen. Das macht die winzige Chance auf etwas Schlimmes noch ein bisschen winziger.
Und wie man in Wien so schön sagt:
"Vor lauter Angst gestorben ist man auch tot." Sich ständig vor etwas zu fürchten, das fast nie passiert, macht dein Leben nicht sicherer – nur weniger lustig. Deshalb: Zahlen kennen, kurz nachdenken, dann einfach entspannt einsteigen. Egal ob Auto oder Flugzeug.